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Knoblauch

Zum Anpflanzen können die einzelnen und gut getrockneten 5-20 Zehen der Knoblauch-Knolle verwendet werden. Es gelten dabei ganz einfache Gesetzmäßigkeiten: große Zehen ergeben große Knollen, kleine eben Kleine.

Anbau und Pflege:

Diese sollten in Reihen mit einem Abstand von ca. 15 cm und 20 cm Reihenabstand 5-7 cm tief gesteckt werden.

Wenn im September bis Oktober gesetzt wird, besteht die Chance auf einen ergiebigeren Ertrag bei der Ernte da der Knoblauch mehr Zeit zur Entwicklung hat. Vorausgesetzt es gibt einen milden Winter. Im Frühjahr bis April ist der Anbau ebenso möglich. Anfangs sollte er oft genügend Wasser bekommen, aber nicht "ersaufen".

Die bis zu 20 Brutzwiebeln welche sich am Blütenschaft der Pflanze bilden sind ca. 0,5-1 cm groß. Diese können auch zum Stecken verwendet werden, benötigen aber 2 Jahre um geerntet werden zu können. Ich schneide die Blütenschäfte ab, damit die Pflanze das Wachstum auf die Knolle konzentrieren kann. Oft werden diese noch "einjährigen" Knoblauchknollen als "besondere Knoblauchsorte" angeboten. Die in diesem Stadium noch runden Knollen sehen einigen Blumenzwiebeln zum verwechseln ähnlich. Auch der Geschmack lässt sehr zu wünschen übrig. Erst im folgenden Jahr bildet die Knolle die Zehen aus.

Sehr gut versteht sich der Knoblauch in Nachbarschaftlicher Gemeinsamkeit mit Gurken, Himbeeren, Erdbeeren, Lilien, Obstbäume, Möhren, Rosen, Tomaten, Rote Rüben und Tulpen. Als Mischkultur zwischen Erdbeeren oder Rosen angepflanzt hat der Knoblauch eine bakterizide Wirkung. Und angeblich sollen Ihn ja Wühlmäuse überhaupt nicht riechen können. Wobei meine Erfahrungen damit nicht ins positive fallen.

Ernte:

Im Juni bis August, sobald der obere Teil der Pflanze abstirbt, also eine braun gelbliche Färbung annimmt ist die Erntezeit gekommen. Da die Knollen nach dieser Zeit schnell faulen sollte der Knoblauch jetzt aus der Erde.

Vorsichtiges Auflockern des Bodens um die Pflanze herum erleichtert die Ernte. Die Knolle darf dabei nicht beschädigt werden. Komplet mit dem trockenen Laub kann der Knoblauch zum Trocknen aufgehängt werden. Bei etwa 15 Grad Celsius z.B. im Keller ist er mehrere Monate haltbar. Bei uns lagert er nun schon 9 Monate.

Knoblauch zwischen Erdbeeren Knoblauch zum trocknen aufgehangen.

Tipp:


Störender Knoblauchgeruch nach dem Verzehr soll durch Milch trinken, Petersilie kauen und Äpfel beseitigt werden können. Auch Schokolade, Kaffeebohnen oder Gewürznelken sollen helfen. Getestet habe ich das nicht, mich stört der Geruch ja nicht.

Dem Knoblauch werden ja "heilende Kräfte" nachgesagt. Das sollte nun nicht auf eine Eierlegende Wollmilchsau schließen. Es ist schließlich nur die vorbeugende Wirkung mit der er glänzt. Erfolgreich eingesetzt wurde Knoblauch schon im Altertum gegen Darmparasiten. Angeblich auch bei Haarausfall und Wunden.

Heute eher zur Bekämpfung von Arteriosklerose. Die organischen Schwefelverbindungen "Allicin" sind gleichzeitig für den intensiven Geruch und die gesundheitsfördernde Wirkung verantwortlich. Sie wirken blutverdünnend wodurch ein verkleben der Blutplättchen verhindert wird. Das schütz wieder rum vor Blutgerinnseln. Außerdem wirkt er leicht Blutdrucksenkend. Aufgrund der täglichen Einnahme Menge um diese Effekte zu erreichen ergibt sich aber ein großer Nachteil, das Leben wird einsamer.

Durch die Zerstörung der Pflanzenzellwände des Knoblauchs entsteht das Allicin, es tritt ein Enzym aus "Alliinase". Alliin wird in Alliicin und andere Verbindungen gespalten. Allerdings sind diese Verbindungen nicht Hitzeresistent. Am wirksamsten ist er also wenn er zerquetscht wird, 10 Minuten ziehen lassen und dann 3 Minuten garen.

Über die Cholesterinsenkende Wirkung sind sich die Experten noch nicht einig, in Studien konnte das nicht nachgewiesen werden.

Rezepte:

Dieses Rezept befreit Blutgefäße von Verkalkungen und Fettablagerungen. Einfach 350 Gramm geschälte Knoblauchzehen pressen und zu 300 Gramm 96 Prozentigen Alkohol geben. In einem Glas 10 Tage verschlossen ziehen lassen. Das Gemisch durch ein Leinentuch pressen, bestenfalls in eine Flasche mit Tropfer füllen. 3-mal täglich ist das Gebräu entweder mit Milch, oder Kaffee wie folgt zu sich zu nehmen.



Tag    Morgens       Mittags            Abends
01     01 Tropfen     02 Tropfen     03 Tropfen
02     04 Tropfen     05 Tropfen     06 Tropfen
03     07 Tropfen     08 Tropfen     09 Tropfen
04     10 Tropfen     11 Tropfen     12 Tropfen
05     13 Tropfen     14 Tropfen     15 Tropfen
06     15 Tropfen     14 Tropfen     13 Tropfen
07     12 Tropfen     11 Tropfen     10 Tropfen
08     09 Tropfen     08 Tropfen     07 Tropfen
09     06 Tropfen     05 Tropfen     04 Tropfen
10     03 Tropfen     02 Tropfen     01 Tropfen

Nach dieser Kur noch 3X täglich vor jeder Mahlzeit je 3 Tropfen bis der Rest verbraucht ist.


Nordmanntannen

Nordmanntannen werden in erster Linie als Weihnachtsbäume genutzt und sind deswegen bekannt. Aber warum sollten sie nicht auch heimischen Garten wachsen.

Junge getopfte Bäume aus dem Baumarkt sollte man meiden, da diese beim Ernten stark an der Wurzel beschädigt werden um sie in die Töpfe zu bekommen. Ob diese im Garten noch einmal anwachsen ist Glückssache. Es ist tief wurzelnde Bäume. Nach dem Kauf besser sofort in den Garten damit. Nordmanntannen aus einer Baumschule sind die bessere Wahl.

Eine Nordmanntanne kann bis zu 60 Meter hoch wachsen. Pro Jahr höchstens 40 cm. Der Stammdurchmesser wird unter idealen Bedingungen 2 Meter. Auch das Alter mit 500 Jahren ist bei den Bäumen beachtlich.



Jungpflanzen bevorzugen einen schattigen Standort mit Humusreichem Lehmboden und viel Platz zum wachsen. Der Boden darf nicht austrocknen. Düngen sollte man im Frühjahr (März) mit Tannen. - oder Koniferenlangzeitdünger um braune Nadeln zu vermeiden. Bei Bedarf 6 Monate später noch einmal.


Paprika

Paprika kann schon je nach Sorte ab Januar bis März an gezüchtet werden. Er wächst und keimt anfangs sehr langsam. Deshalb sollte die Aufzucht in kleinen Gewächshäuschen aus dem Bau- / Gartenmarkt und etwas wärmeren Räumen bevorzugt werden. Zum Keimen ist eine Temperatur von ca. 22 °C ratsam. Ansonsten ist es möglich dass die Samen verfaulen, oder gar nicht erst keimen.

Die Samen vor der Aussaat 2 Tage in lauwarmen Kamillentee einweichen, das vernichtet Pilze. Nach Größe der Samen in die Erde stecken, als Faustformel gilt: doppelt so tief wie die Größe der Samen. Also 0,5 cm bis 1 cm. Die Erde befeuchten und das Gewächshäuschen an einen Lichtreichen Platz stellen. Haben die Pflanzen eine Größe von ca. 10cm erreicht sollten sie pikiert werden.

Die widerstandsfähigeren Pflanzen können Anfang Mai und sobald die Temperaturen nicht unter 5° C fallen in den Garten ausgepflanzt werden. Ein sonniger und windgeschützter Standort ist dabei wichtig, optimal ist ein Gewächshaus. Regelmäßiges Gießen direkt auf den Boden unterhalb der Blätter ist sehr wichtig denn Trockenheit mögen die Pflanzen nicht.

Junge Paprikapflanze.


Christusdorn

Der Christusdorn gehört zur Pflanzenfamilie der Wolfsmilchgewächse. Eng verwandt ist er mit dem Weihnachtsstern und eignet sich hervorragend als Zimmerpflanze. Nicht zuletzt wegen der unkomplizierten Pflege. Die Äste des stark bedornten bis zu 90 cm hohen Strauches werden ca. 5-12 mm dick, mit anfangs grün zu schwarz - braun wechselnden Dornen mit einer Länge von 10 bis 15 mm. Die Blätter sind oval und ca 2 bis 7 cm lang. Blütezeit ist von November bis April einzelne Blüten kommen über das gesamte Jahr.

Austretender Milchsaft (lokal reizend) ist besonders giftig für Katzen, Hunde, Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen, sowie Hamster. Mögliche Symptome der Vergiftung sind Reizungen der Magenschleimhaut und Koliken. Augenkontakt kann zur kurzzeitigen Erblindung führen.

Arten:

In seiner Heimat kommt der Christusdorn (Euphorbia milii) nur mit roten Blüten vor. Neuere Euphorbia-Lomi-Hybriden blühen auch in den Farben weiß, rosa, rot und gelb.

Christusdorn rot. Christusdorn weiß.

Standort:

Sehr heller halbschattiger Platz möglichst an einem Südfenster. Wird der Christusdorn im Sommer ins freie gestellt belohnt er das mit kräftig eingefärbten Blüten.

Pflege:

Während der Blüte sollte regelmäßig aber sparsam gegossen werden. Staunässe mögen die Pflanzen nicht. Bei zu großer Trockenheit fallen nach und nach die Blätter ab, es kann aber auch bei einem Standortwechsel vorkommen. In diesem Fall einfach allmählich wieder mehr gießen und etwas kühler stellen. Im Winter nur noch wenig gießen, gerade so viel das der Wurzelballen nicht austrocknet. Dabei kann der Christusdorn Blätter verlieren. Das ist aber kein Grund zur Besorgnis. Alle Arten benötigen im Winter eine "Trockenruhe". Zuviel Wasser in dieser Zeit kann zum faulen der Wurzel führen. In diesem Fall hilft meist abtrocknen und Umtopfen nicht mehr.

Als Standort ist er aus seiner Heimat Madagaskar einen sonnigen und warmen Platz gewöhnt. Von dort ist er vor etwa 150 Jahren nach Europa eingeführt worden. Mit trockener Heizungsluft gibt es absolut kein Problem. Sollte der Strauch zu groß werden ist ein zurückschneiden im Frühjahr möglich, austretenden Milchsaft entfernt man am besten sofort, denn dieser ist giftig. Handschuhe dabei zu tragen ist empfehlenswert da der Saft Hautreizungen hervorrufen kann.

Die Gelegenheit kann gleich zum Vermehren des Christusdornes verwendet werden. Auch hier ist das Frühjahr bestens geeignet. Als erstes muss der austretende Saft gestoppt werden, am besten die Schnittstelle kurzzeitig in lauwarmes Wasser (30 Grad) tauchen und antrocknen lassen. In einem Sand Erde oder Torfmull Gemisch bilden sich Wurzeln nach etwa 3 Wochen.